Die Häckselhexe sprach zur Heckenhexe: Hast du Heckenhäcksel? Da gab die Heckenhexe der Häckselhexe Heckenhäcksel. (© Irka Heckenhexe)

Samstag, 17. Dezember 2011

die besinnliche Zeit rennt....

Ausgepowert. Langsam nimmt die dunkle Zeit ihren Weg zum Höhepunkt, Richtung Rauhnächte, nach innen. Letzte "Außentermine" nehmen sich noch ihren Anteil meiner Kraft, ich beobachte aus einer gewissen Entfernung die gestreßten Menschen und wundere mich, wie sehr sie mich anstecken. Weihnachten und die Zeit davor fressen Energie. Aber sollten sie nicht Energie spenden? Da hängen betuliche und besinnliche Adventskalender in den Hütten, werden Bücher von Anselm Grün (zu jeder Lebenslage ein Wort) verschenkt, wird von Entschleunigung gesprochen.An der Ladentheke merke ich davon wenig. Da wird gekauft als gäbe es kein Morgen. Ganze Bäume wechseln die Besitzerin. Überall gibts noch schnell ein Weihnachtskonzert auf die Ohren, möglichst von Musikschulklassen, die neu begonnen haben. Schnell noch hier einen Weihnachtsmarkt, dort noch eine Weihnachtsfeier mitgenommen, ach ja, schnell noch Geschenke gekauft, einen Jahresrundbrief verfasst, Karten geschrieben, die möglichst nichts von all der Hektik spiegeln sollen, und doch steht irgendwo der Satz: na, ists bei euch auch so schön stressig wie jedes Jahr?
Und dann noch hier ein Glühwein, dort eine Bratwurst in der Kälte hinunter geschlungen an einem verdreckten Tisch, essen essen essen.

Ganz ehrlich? Das ist manchmal an der Grenze zum Ekligen. Diese Maßlosigkeit. Und die ungläubigen Blicke auf mein "Wir feiern ohne Geschenke!", ein Ruf, den meine Geschwister immer mal loslassen. Und dann kommt immer der Kommentar: "Und die Kinder?" ja, die bekommen natürlich was geschenkt. Klar doch! Sonst ists ja kein Weihnachten.

Mein Wunschzettel:

-> Zeit zum Spielen, vielleicht mal ein selbstgebautes Memory (wozu hab ich mir die Mühe gemacht?) oder das Magische Labyrinth
-> Bratapfelessen am warmen Ofen
-> einen Schneespaziergang durch den Wald wenn alle anderen in den Kirchen gequetscht sich die Hälse verrenken, damit sie was von der Vorstellung sehen
-> eine gepflegte Singerunde mit Freunden, die alten Lieder singen, improvisieren, sich Stücke einzelner anhören
-> Lust zu haben auf das unvermeidliche improvisierte Theaterstück der Kinder und das bitte kurz und knackig
-> Gesund zu sein, keine Schmerzen zu haben, heil zu sein an der Seele
.....

3 Kommentare:

Stern/Alenn hat gesagt…

OHH wie kann ich dich verstehen und viele Deiner Wünsche,entsprechen auch den meinen.Auch ich würde gerne mal wieder einen Spieleabend oder Liederabend machen.MIr fehlen allerdings ein wenig die Freunde dazu
Dennoch wünsche ich Dir noch eine schöne und ruhige Zeit mit deinen KInder und hoffe ,das du findest was du in Dir suchst

irkas welt hat gesagt…

das wünsch ich dir auch und ein gesegnetes neues Jahr!

caroona hat gesagt…

Kann ich sehr gut nachvollziehen. In einer fünften Klasse bei uns krähte einer schon gegen den 15.12. rum: Ich weiß schon alle meine Geschenke! Und zählte auf! Allen möglichen elektronischen Quatsch, ohne Maß und ohne Sinn für weihnachtliche Romantik. Wer heutzutage nicht das Füllhorn über den Kleinen ausschüttet, ist erstens hartherzig und geizig und setzt sie zweitens einem Dasein als AußenseiterInnen aus, weil ja nach den Ferien geprotzt wird, was es gab.

Ich muss ehrlich sagen, ich mache mir das für mich super lauschig und ich lasse auch den Wirbel nicht an mich ran. Die Völlerei mit Schokolade und Keksen und so haben wir ziemlich runter gefahren. Auch die Deko beschränkt sich auf einen Adventskranz und eine minimalistische Drehpyramide. Ich nehme die Zunahme der Dunkelheit wahr und freue mich jeden Tag mehr auf die Rückkehr des Lichtes. Da bin ich echt stumpf, dass ich die Hektik der Welt ausblende.

Bloß mein schlechtes Timing mit dem Geschenkestricken und der blöde Weihnachtsbaumfuß waren stressig. Aber das habe ich dann als Gelegenheit gesehen, mir das fürs nächste Jahr anders vorzunehmen.